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Das Wunderbare an unserer Arbeit im Biographiezentrum ist, dass wir immer wieder interessante Menschen und Projekte kennenlernen. Eines der schönsten Reisebücher, die ich seit langem gesehen habe, stammt von der österreichischen Journalistin Katharina Springer, die letztes Wochenende an unserem Kompaktworkshop für Biographen teilgenommen hat. Ihr Buch ist nicht nur gut geschrieben, sondern auch reich illustriert worden - überhaupt sehr liebevoll produziert.
Das Buch macht ungeheure Lust auf Ferne und Abenteuer - nicht im Flugzeug oder im Auto reisen, sondern auf dem Fahrrad um die Welt. Davon träumte ich schon in meiner Jugend. Schade, dass die meisten Menschen diesen Traum nicht wahrmachen. Auch ich war zu träge dazu. Umso schöner dann dieses Buch mit den vielen spannenden Lebens-Reisegeschichten!
Der Titel mag etwas irritieren, denn die Reiseberichte prominenter Kärntner gehen weit über Italien und Rom hinaus, doch das mag bewusst so entschieden worden sein. Theo Kelz ist in 86 Tagen mit dem Motorrad um die Welt gefahren. Maria Pink war in Äthiopien. Carina Harrer berichtet von ihrem Leben mit dem berühmten Abenteurer Heinrich Harrer und dessen Liebe zu Tibet. Bobby Ehrlich erzählt von den roten Nomaden Namibias. Ach - dieses facettenreiche Buch ist allen Daheimgebliebenen ans Herz zu legen!
Katharina Springer
Mit dem Fahrrad nach Rom
Reiseberichte prominenter Kärntner
168 Seiten, ISBN: 978-3-85378-654-3
Hardcover mit SU, EURÂ 24.95
Aus der Verlagsinformation: Faszinierende Geschichten über Reisen sind Schätze, die es zu erhalten gilt. Wir müssen sie uns nur erzählen lassen und gut zuhören…
Einmal Rom und zurück. Mit dem Fahrrad. Auf dieses Abenteuer ließ sich Paula Putzi 1936 ein. Von ihrem Reisebericht wurde Katharina Springer zu diesem Buch inspiriert. Zwölf prominente Kärntnerinnen und Kärntner erzählen darin von ihren ganz persönlichen außergewöhnlichen Reiseerlebnissen.
Es sind Geschichten aus vergangenen Zeiten, als Reisen noch keine Selbstverständlichkeit und „der Weg noch das Ziel“ war. Geschichten aus der näheren Vergangenheit. Geschichten, die von Wegbegleitern, Abschied, Heimweh und Fernweh erzählen. Und auch davon, was es heißt, zu warten. Lassen Sie sich von den stark autobiographischen, unverfälschten und originellen Berichten auf die abenteuerlichen und beeindruckenden Reisen von Carina Harrer, Leopold Guggenberger, Heidelinde Duna-Weis, Helmuth Reichel, Gretl Komposch, Theo Kelz, Maria Pink, Paul Springer, Adrienne Pokorny, Helga Duffek-Kopper, Paula Putzi und Bobby Ehrlich mitnehmen.
22. Juni 2010
Ein schönes und nützliches Werk, das mit den Jahren und Jahrzehnten wächst: Jeder in der Familie kann es individuell mitgestalten! Petra Orben hat eine edle Ringbuch-Edition vorgelegt, die empfehlenswert für die Biographie-Arbeit ist.
Die Autorin schreibt: Bei diesem „Praxisbuch“ geht es um Erinnerungsarbeit, um persönliches Andenken, um das Entdecken der eigenen Biographie und der Auseinandersetzung mit ihr. Wer sich auf Spurensuche begeben möchte, kommt nicht umhin, sich auch mit den Lebensgeschichten der Familienmitglieder aus den unterschiedlichen Generationen zu beschäftigen. Dieses Buch bietet die Möglichkeit - durch den thematischen Aufbau und die dafür entwickelten Denkanstöße in Form von Fragen - sich mit der Generation der Großeltern, der Eltern und der eigenen auseinanderzusetzen. Ist es schließlich fertig ausgefüllt, mit Fotos versehen, die Bearbeitungsseiten schön gestaltet, hält man ein generationsübergreifendes Dokument in den Händen.

Mein Ziel ist es, dass man sich als Familie (oder mit anderen wichtigen Personen) zusammensetzt, miteinander (wieder) ins Gespräch kommt, genauer hinhört, alte Photographien austauscht und sich gegenseitig erkundet.
Erscheinungsbild und –form:
Nur als Sonderedition in limitierter Auflage; DIN A4; das Besondere: in Ringbuchform (Vierfach-Lochung), um ganz flexibel in der Bearbeitung zu sein. Die nichtgenutzten Ausfüllbögen kann man rausnehmen bzw. an anderer Stelle wieder einfügen oder Zusätzliches noch dazuheften. Die Ordner wurden eigens für dieses Projekt hergestellt; ansprechende und exklusive Außengestaltung; 180 Seiten; auf 150 g Munken Pure Papier (dick genug, um auch Fotos einkleben zu können); inklusive leerer Zusatzblätter im Anhang.
Weitere Infos mit Bestellmöglichkeit finden Sie hier.
20. Mai 2010
Die aussergewöhnliche Autobiographie von Saliya Kahawatte, 1969 als Sohn einer Deutschen und eines Singhalesen in Freiberg / Sachsen geboren, ist im Oktober 2009 bei Eichborn erschienen. Vielfach wurde sie seitdem als höchst bemerkenswert gelobt - auch ich möchte sie Ihnen ans Herz legen.
Saliya Kahawatte
Mein Blind Date mit dem Leben
208 Seiten 28.90 sFr, 17.95 Euro
ISBN:9783821857046
Aus der Verlagsinformation: 15 Jahre lang verschwieg Saliya Kahawatte, heute ein erfolgreicher mittelständischer Unternehmer, dass er nur noch zu 5 Prozent sehen kann. Wie und warum dieses Schweigen zu seiner zweiten Natur wurde, erzählt er in diesem Buch.
Sein Sehvermögen beträgt 5%. Er sieht Schatten, grobe Formen und graue Flecken. Mehr nicht. Er soll in eine Behindertenwerkstatt, als Telefonist arbeiten oder sich gleich berufsunfähig melden. Doch er hat ein Ziel: ernst genommen zu werden, die gleichen Chancen wahrzunehmen wie andere auch — sich einen Job in der Spitzengastronomie zu erarbeiten.
Das ist die Ausgangslage für den Deutsch-Singhalesen Saliya Kahawatte, der mit 15 Jahren an einem unheilbaren Augenleiden erkrankt. Er lernt sein Beinahe-Blindheit zu verbergen und entwickelt ausgefeilte Strategien, um wie ein normal Sehender zu erscheinen; er prägt sich mithilfe einer starken Lupe ganze Getränkekarten ein, erkennt am Klang der Weingläser, ob diese richtig poliert sind und verlässt sich ganz auf seine übrigen Sinne: Fingerspitzen, Ohren und seine Intuition.
Mit der Zeit entwickelt er eine zweite Identität: der immer gute gelaunte, glückliche und vor allem rundum gesunde Saliya Kahawatte. Doch diese gespaltene Persönlichkeit fordert ihren Tribut: Die Arbeit frisst seine ganze Freizeit auf, die ständige Angst als Blinder ertappt zu werden und die Furcht vor jeder kleinen Änderung im sorgfältig geplanten Alltag sind Kahawattes ständige Begleiter. Er ertränkt seine Probleme im Alkohol und landet nach einem Selbstmordversuch in der geschlossenen Psychiatrie.
Erst als er lernt, offen mit seiner Blindheit umzugehen und sie als Teil von sich zu akzeptieren, schafft er die Wende. Er besinnt sich zurück auf seine buddhistischen Wurzeln und ernährt sich, wie schon als Kind in Sri Lanka, ayurvedisch. Saliya Kahawatte schließt erfolgreich seine Ausbildung zum Hotelfachmann ab und studiert anschließend Hotelbetriebswirtschaft. Heute ist er geschäftsführender Inhaber der Unternehmensberatung minusVisus® (www.minusvisus.de) und arbeitet zudem als Coach und Dozent.
In seiner Autobiografie offenbart sich eine Leidensgeschichte mit positivem Ende, geprägt von extremen Höhen und Tiefen. Ohne falsches Pathos und bemerkenswert offen erzählt Saliya Kahawatte von seinem Leben als gehandicapter Mensch, den auch eine schwere Krebserkrankung und Drogenexzesse nicht von seinem Weg zu einer selbstbestimmten Existenz abbringen konnten.
Saliya Kahawatte wurde 1969 als Sohn einer Deutschen und eines Singhalesen in Freiberg/Sachsen geboren. Nach der Flucht der Familie 1973 aus der DDR wuchs er in der Nähe von Osnabrück auf. Mit 15 Jahren erkrankte er an einer irreparablen Netzhautablösung, heute hat er ein Restsehvermögen von fünf Prozent. Nach seiner Ausbildung zum Hotelfachmann studierte er Hotelbetriebswirtschaft. Heute ist er geschäftsführender Inhaber der Unternehmensberatung minusVisus® und arbeitet zudem als Coach und Dozent. Der praktizierende Buddhist lebt in Hamburg.
05. März 2010
Ich kam zufällig auf das lesenswerte Buch von Christiane Czech, als ich im Internet zum Stichwort “Lebensthema / Lebensthemen” recherchierte. In Teil III meines biographischen Schreibkurses werden mehr als zwanzig Lebensthemen behandelt - vom “Liebesleben im Wandel der Zeit” über “Verluste unseres Lebens” bis zur Phantasiereise “Wie ich mir meinen Tod vorstelle”. Es gibt ziemlich viele Themen, die uns ein Leben lang beschäftigen. Daher suche ich ständig nach Anregungen und neuen Aspekten.
Die Homepage der  www.herzblut-seminare.de/ von Christiane Czech fiel mir schon deshalb auf, weil sie professionell bis in Details gestaltet ist. Ein gutes Logo: “herzblut - dem Leben auf der Spur” - und interessante Seminarangebote zur Entdeckung, was in uns steckt.Â
Aus der Verlagsinformation zum Buch:  ”Wer oder was bestimmt uns, wenn wir es nicht selbst tun? In leicht verständlicher Sprache vermittelt die Autorin spannende Hintergrundinformationen über das Zusammenwirken von Körper und Seele, Herkunft und persönlicher Eigenart.
Mithilfe eines Fragebogens lässt sich das eigene Lebensthema ermitteln und anhand von alltagstauglichen Übungen gezielt bearbeiten. Ihre realistischen Fallbeispiele aus der Praxis motivieren, sich auf das Abenteuer der Selbsterforschung einzulassen.”
Hier ein Kapitel zum Probelesen:
Lebenswende - sich auf den Weg machen
Was hindert uns, innezuhalten, uns umzuschauen und uns selbst zu begegnen? Warum verharren wir in Lebenssituationen, die uns nicht gut tun? Was macht es uns so schwer, einen Kurswechsel vorzunehmen, obwohl wir spüren, dass etwas nicht stimmt?
Warum machen wir uns nicht einfach auf den Weg?
Wir brauchen Mut und Entschlossenheit, unseren bisherigen Lebensweg kritisch auf notwendige Veränderungen zu durchleuchten. Wir müssen uns eingestehen, dass wir Veränderung suchen und wollen. Wir dürfen uns von unserem inneren Erzfeind keine Schuldgefühle einreden lassen. Um herauszufinden, welche Kurskorrekturen für uns wünschenswert sind, ist es hilfreich, die zu uns gehörenden Lebensthemen zu kennen, um ihren Einfluss auf uns berücksichtigen zu können. Mit diesem Gepäck sind wir gut gerüstet, um uns auf den Weg machen.
Die Reise zu uns selbst verläuft jedoch nicht geradlinig von A nach B: Wir verlassen nicht das Alte, nehmen Abschied und sind im Neuen.
Die Reise geht vielmehr von A über C nach B!
A steht für das Vertraute, aber auch Beschwerliche und Drückende. Erst der Wunsch nach Veränderung, das Bestreben, A zu verlassen, bringt uns in Bewegung.
Sobald wir A verlassen, kommen wir nach C.
C steht für eine schmerzliche Zeit der Häutung, ein unvermeidbarer Bestandteil in einem Wandlungsprozess. In C treffen wir nach einer kurzen, irreführenden Phase der Euphorie über den Aufbruch auf die Trauer über das Verlorene. Niemand bewegt sich jahrelang in A, wenn es dort nicht auch einen Gewinn, etwas Lohnenswertes und Schönes gegeben hätte.
B ist lange Zeit gar nicht in Sicht. B steht für das Neue, das Unbekannte, das uns Angst macht, eben weil es uns nicht vertraut ist.
Meistens haben wir mit unserem Aufbruch so lange gewartet, dass wir erschöpft oder gar krank sind. Wir müssen manchmal ganz von vorne anfangen, haben keine Freunde mehr oder Schulden, sind süchtig oder unglücklich. Es verlangt uns die letzte Kraft ab, die Leere, den Verlustschmerz und die Orientierungslosigkeit in C zu ertragen.
Wir wissen nicht, was B für uns sein wird. Wir können es nicht wissen, wenn es ein Aufbruch in etwas Neues sein soll. Tief im Inneren hoffen wir, dass B eine besonders hohe Lebensqualität zutage fördert wird. Wir wünschen uns, dass B uns näher zu uns selbst bringen, uns an unsere innere Wahrheit heranführen und uns aus alten Prägungen und Vorgaben entlassen wird.
Die Reise nach B, zu uns selbst, zieht Konsequenzen nach sich. Das, was wir beim Aufbruch in A zu verlieren fürchten, hat meist keine Bedeutung mehr, wenn wir erst einmal in B ankommen sind. Der Gewinn, den wir für die Reise zu unserem Wesenskern ernten und der Preis, den wir zahlen müssen, erschließt sich uns erst mit der Zeit.
Wir verändern uns auf unserer Reise von A über C nach B. Die Veränderung ist äußerlich in der Regel wenig sichtbar. Der weitaus größere Nachhall erklingt im Inneren. Wir schauen mit anderen Augen auf uns, auf andere und die Welt. Uns erschüttern oder berühren Dinge, die wir vorher unter Umständen nicht einmal wahrgenommen haben. Anderes verliert seine Wichtigkeit.
Wir werden sensibler, offener, verletzbarer, mitfühlender. Lang vertraute Situationen und Menschen können uns plötzlich befremden, wildfremde Menschen uns anziehen. Was uns lange als gut und normal erschien, kann nun Unbehagen in uns auslösen. Unsere Werte verschieben sich nachhaltig.
Die beschwerliche Suche nach dem ganz Eigenen lohnt dennoch.
Es bedeutet, unabhängiger von Äußerlichkeiten zu werden und uns mehr von innen fühlen zu können. Indem wir uns näher kommen, lernen wir uns so anzunehmen, wie wir sind. Wir bejahen unser äußeres Erscheinungsbild als einzigartigen, unverwechselbaren Spiegel unseres Innenlebens. Die seelischen Narben, die unser bisheriger Lebensweg hinterlassen hat, erkennen wir als authentische Fingerabdrücke des Lebens an. Wir entfalten Selbstliebe und Selbstachtung. Für uns und für andere.
Die Begegnung mit anderen Menschen bekommt eine Tiefe und Wahrhaftigkeit, die jede Stunde miteinander kostbar macht. Wir begegnen anderen mit größerer Toleranz und mehr Wohlwollen, da wir wissen, auch sie haben ihr Lebensthema und sind ihren ganz eigenes Lebensweg gegangen. Unser Mitgefühl erreicht die anderen, macht sie weicher und offener.
Wir schöpfen aus unserem Potential eine seelische Stabilität, die uns für die Stürme des Lebens und die Wirbel des Miteinanders rüstet. Wir lernen zu vertrauen, dass nichts umsonst geschieht und letztlich alles im Leben einen Sinn hat. Wir nehmen das Leben wie es ist.
Wir nehmen das Leben als Geschenk.
18. Februar 2010
Arte zeigt am Freitag, den 19. März 2010 ab 20.15 Uhr die zweiteilige Filmbiographie “Dr. Hope - Eine Frau gibt nicht auf”. In der Hauptrolle Heike Makatsch, die bereits als Margarete Steiff brilliert hat. Der Film basiert u.a. auf der Biographie über Hope Bridges Adams Lehmann von Marita Krauss, die erstmals 2002 und dann 2009 im Volk Verlag, München, erschienen ist, und der Adaption von Torsten Dewi und Katrin Kaiser, die 2009 im Piper Verlag publiziert worden ist. Torsten Dewi und Katrin Kaiser sind übrigens Ex-Kollegen von mir aus den Jahren 1992-1997, als ich in der TV-Zeitschrift Gong als freier Redakteur gearbeitet habe. Sie schrieben das Drehbuch zu diesem sehenswerten Zweiteiler.
Nachträgliche Anmerkung rund einen Monat später, 14. März 2010: Zwischenzeitlich haben Plagiatsvorwürfe das Projekt diskreditiert, sich inzwischen aber wieder aufgelöst. Mehr dazu siehe auf der Homepage von Torsten Dewi, sowie hier in diesem Blog in dem Artikel Urheberrecht und biographische Sachverhalte: Filmbiographie “Dr. Hope” - ein Plagiat? und Vergleich vor Münchner Landgericht zu “Dr. Hope”: Filmproduktion muss 15.000 Euro an Prof. Marita Krauss zahlen.
Aus der Verlagsinformation des Volkverlags: Ihr Leben wäre selbst heute noch nicht selbstverständlich; vor hundert Jahren war es revolutionär: Dr. Hope Bridges Adams Lehmann (1855-1916) brach mit gesellschaftlichen Normen und wagte es, Zukunft zu denken.
Obwohl sie ihrer Zeit weit voraus war, ist sie heute weitgehend unbekannt. Erstaunlich, denn: Hope Bridges Adams Lehmann war die erste Frau, die in Deutschland 1880 ein medizinisches Staatsexamen ablegte, sie war die Erste, die in München und Bayern als Ärztin praktizierte, und sie schrieb 1896 als erste Medizinerin einen vielfach aufgelegten Gesundheitsratgeber für Frauen.
Weit über das Medizinische hinaus ging es ihr um zukunftsweisende Lebenskonzepte für das Zusammenleben von Mann und Frau sowie um ein neues Verhältnis zur Sexualität. Aufsehen erregte sie mit einem modernen Krankenhauskonzept und einem bilingualen Kindergarten. Ihre Modelle sind in mancher Hinsicht atemberaubend modern.
Besonders faszinierend: Hope Adams Lehmann schrieb nicht nur über diese Ideen, sie lebte sie selbst. Sie wirkte als akademisch qualifizierte Ärztin mit großer Praxis, war berufstätige Mutter, geschiedene und wieder verheiratete Ehefrau, politisch denkende Reformerin, Freundin und Gastgeberin für Clara Zetkin, August Bebel und sogar für Lenin. Beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges reiste sie, die mehrsprachige Pazifistin, illegal zu einer Friedensmission nach England. 1916 starb sie an Tuberkulose.
Prof. Dr. Marita Krauss schreibt die Biographie dieser ungewöhnlichen Frau, sie zeigt Adams Lehmanns Zeithintergrund und ermöglicht den Blick in die privaten Fotoalben.
18. Februar 2010
Glücklich und stolz bin ich bei dieser Privatbiographie im Umfang von 386 Seiten, die Andrea Richter über ihre Mutter Elisabeth Richter geschrieben und im Verlag des Biographiezentrums ediert hat. Kennengelernt haben Andrea Richter und ich uns in meinem Büro in Fuchstal bei Landsberg am Lech: Da besuchte sie mich wegen einer Publikationsberatung ihres biographischen Projekts. Ohne dass ich viel davon erzählte, war Andrea sofort von unserem Angebot zur Ausbildung von Biographen begeistert und nahm an den Kursen in unserem Biographiezentrum in Bad Sooden-Allendorf teil.
Die Biographie von Elisabeth Richter ist so hervorragend geschrieben und ediert worden, dass sie mit dem Deutschen Biographiepreis 2010 ausgezeichnet wird.
Aus der Verlagsinformation: Eine junge Münchnerin im Jahr 1934. Wie kommt sie zum Studieren nach Kanada und in die USA, 1936 zu einer West- und Weltreise durch den amerikanischen Kontinent, über den Pazikfik und durch ganz Ostasien? Und wie kommt sie Jahre später, Anfang 1945, von Siebenbürgen/Rumänien für dreieinhalb Jahre als Kriegsgefangene nach Russland, in ein ukrainisches Kohlebergwerk in einen Schacht auf 800 Meter Tiefe?
Zwei Leben? Ein höchst ungewöhnlicher Lebensweg rund um den Globus, den Elisabeth Richter vor 70 Jahren in Briefen, Tagebüchern und Fotos zeitnah dokumentierte und jetzt, im Alter von 95 Jahren, mit ihren Erinnerungen angereichert hat. Ihr präziser, persönlicher, humorvoller und auch kritischer Blick zeigt ein Leben der Extreme – zwischen Freiheit und Zwang, Abenteuerlust und Überlebenskampf.
Es ist das Lebensbild einer starken und mutigen Frau.
“Die Idee dieser Reise – von Amerika über Ostasien nach Europa als Abschluss unserer zweijährigen Studienzeit in den Staaten – war die Eingebung eines Augenblicks”, schreibt Elisabeth Richter. “Sie wurde von uns zwei Austauschstudentinnen, Elisabeth und Gretel, im Vassar College / N.Y. an einem trüben, regnerischen Frühlingsnachmittag ausgeheckt.
Wir lagen auf dem Teppich unseres Zimmers, hatten einen großen Atlas vor uns und planten die Reiseroute, die wir durch den US-Kontinent nehmen wollten. Als wir mit dem Finger auf der Karte in Los Angeles angekommen waren und den großen blauen Ozeanfleck im Westen von Amerika sahen und weiter westwärts die vielen fremden, geheimnisvollen Länder, waren wir uns beide einig. So erträumten wir uns zunächst einmal die Reise, und dann gingen wir mutig, entschlossen und listig an die Ausführung.
Da wir beiden Mädchen jedoch die Fahrt allein für zu riskant hielten, suchten wir unter unseren Austauschstudenten nach zwei männlichen Gefährten. Dies war ein schwieriges Kapitel, denn unsere Anforderungen diesbezüglich waren hoch.
Nach einigen Umfragen waren dann auch zwei junge Männer bereit, dieses Wagnis mit uns einzugehen. Die Erlaubnis unserer Eltern für die große Reise wurde durch ein Kabeltelegramm eingeholt. Als Reiseroute gaben wir aus einem verstaubten Reisebericht aus der College-Bibliothek einige sehenswerte Städte und Orte in Japan, Korea, der Mandschurei, in China, Französisch-Indochina und Indien an.
Wir begannen, uns Empfehlungsschreiben für Konsulate und Missionsstationen zu besorgen, kauften Filme und Insektenpulver und ließen uns gegen Pocken, Typhus, Pest und Cholera impfen, fragten nach Dampfer- und Eisenbahnlinien und lernten einige Worte Japanisch und Chinesisch.
Nach all diesen Vorbereitungsprozeduren traten wir am 15. Juni 1936 in New York – mit wenig Gepäck belastet und in einem alten Chevrolet, Baujahr 1927 – unsere Abenteuerreise westwärts Richtung Ostasien an…”
Über die Autorinnen:
Elisabeth Richter, geb. 1913 in München, Studium von Sport, Englisch und Geographie/Geologie Lehramt Gymnasium in Berlin, Kanada und den USA, Weltreisende, Kriegsgefangene in Russland. Lebt in München.
Andrea Richter, geb. 1954 in München, Studium der Architekur/Innenarchitektur, Kunst- und Architekturgeschichte, Archäologie und Geschichte, arbeitet als freie Journalistin und Biographin. Lebt in Prem und München.
17. Februar 2010
Das Buch zum Film über die Legende Albert Schweitzer, der vor kurzem in die Kinos kam.
Guido Dieckmann
Albert Schweitzer
Ein Leben für Afrika
2. Aufl. Aufbau Verlag, 2009
Aus der Verlagsinformation: 1949 - in den ersten Jahren des Kalten Krieges. Dank des unermüdlichen Einsatzes für seine Mitmenschen ist Albert Schweitzer mit seiner Arbeit im Urwald- Hospital in Lambarene einer der meist bewunderten Menschen des Jahrhunderts. Doch während eines USA-Besuches gerät er zwischen die Fronten der Weltpolitik. Mit fast 75 Jahren nimmt er eine der größten Herausforderungen seines Lebens an - und Lambarene wird zum Schauplatz einer existentiellen Auseinandersetzung um die Grundlagen unserer Welt.
22. Januar 2010
“Amerika, du hast es besser….”, denke ich oft, wenn ich aktuelle Autorenratgeber aus den USA lese, um sie für den deutschen Markt zu nutzen. Inhaltlich müssen wir Germanen uns nicht verstecken, auch wenn uns die merkantile Frische fehlt, die die amerikanischen How-to-Publikationen eigen ist. Beim Marketing lohnt es sich, auch mal einen Blick nach drüben zu den Kollegen der Personal Historians zu werfen.
Auffällig bei den US-Autorenratgebern ist, dass sie graphisch durchwegs besser gestaltet sind als die deutschen Bücher. Das liegt vielleicht an den höheren Auflagen, die ediert werden und dadurch ein höheres Produktions-Budget rechtfertigen. Auch dieser neue Ratgeber von Cynthia Hart für alle Hobby- und Berufsbiographen ist ein optischer und inhaltlicher Augenschmaus.
Cynthia Hart, with Lisa Samson
The Oral History Workshop
Collect and Celebrate the Life Stories of Your Family and Friends
Workman Publishing 2009
Aus der Verlagsinformation: Â We all know that we should ask now, before it’s too late, before the stories are gone forever. But knowing and doing are two different things. Cynthia Hart, author of “Cynthia Hart’s Scrapbook Workshop”, shows exactly how to collect, record, share, and preserve a family member’s oral history in this practical and inspirational guide. “Tell Me Your Story” breaks down what too often feels like an overwhelming project into a series of easily manageable steps: how to prepare for an interview; how to become a better listener; why there’s always more beneath the surface and the questions to ask to get there; the pros and cons of video recording, including how your subjects should dress so the focus is on their words; four steps to keeping the interview on track; how to be attentive to your subject’s energy levels; and, the art of archiving or scrapbooking the interview into a finished keepsake.
At the heart of the book are hundreds of questions designed to cover every aspect of your subject’s history: Do you remember when and how you learned to read? Who in your life showed you the most kindness? What insights have you gained about your parents over the years? Would you describe yourself as an optimist or a pessimist? In what ways were you introduced to music? What is the first gift you remember giving? If you could hold on to one memory forever, what would it be? When the answers are pieced together, a mosaic appears - a living history.
14. Januar 2010
Dass ich durch meine kenianische Frau Farida zum Afrika-Fan geworden bin, ist verständlich und in meinem Uganda-Bericht nachzulesen: “Hi Mzungu! How are you?” Diese Autobiographie der ersten Präsidentin Afrikas habe ich deshalb besonders gern verschlungen. “Außergewöhnlich gut geschrieben - eine wahre Geschichte, mehr ein Thriller als die Erinnerungen einer engangierten, mutigen Frau”, schreibt die Washington Post.
Ellen Johnson Sirleaf
Mein Leben für Liberia
Die erste Präsidentin Afrikas erzählt
Hardcover, Preis € (D) 19,95 | € (A) 20,60 | SFR 34,90
ISBN: 978-3-8105-1940-5
Und weiter: “Wer Westafrika im Allgemeinen und Liberia im Besonderen verstehen möchte, muss dieses Buch lesen. Eine Lehrstunde in puncto Mut und Ausdauer.” Die New York Times Book Review schreibt: “Die unglaubliche Geschichte einer Frau, die ihr Leben damit verbracht hat, gegen den Irrsinn um sie herum anzugehen. Ein Spaziergang durch die Geschichte Liberias, beschrieben von der Frau, die immer im Zentrum der Politik stand.”
Ellen Johnson Sirleaf wurde 1938 geboren. Mit 17 Jahren heiratete sie und bekam vier Söhne. Nach ihrem Studium in Harvard war sie im Finanzministerium von Liberia tätig. Nach offener Kritik an der Regierung wurde sie des Verrats angeklagt und zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Sie musste ihr Land verlassen. Am Hochzeitstag einer ihrer Söhne floh sie in die USA und arbeitete dort unter anderem für die Weltbank und die Vereinten Nationen. Als im Jahr 2005 in Liberia nach 14 Jahren Bürgerkrieg endlich wieder demokratische Wahlen stattfanden, konnte sie sich gegen 22 Konkurrenten und in der Stichwahl schließlich gegen den Fußballstar George Weah durchsetzen und wurde 2006 als Präsidentin vereidigt. Sirleaf ist Mutter von vier Kindern und hat neun Enkel.
Aus der Verlagsinformation: “Monrovia, 8. November 2005. Im durch Armut und Bürgerkriege zerrütteten Liberia finden Wahlen statt. Zum ersten Mal in der Geschichte Afrikas kommt eine Frau an die Macht. Am 16. Januar 2006 wird Ellen Johnson Sirleaf als erste demokratisch gewählte Staatschefin vereidigt. Große Aufgaben warten auf sie: Sie muss das Land wieder aufbauen, die Korruption bekämpfen und neue Jobs für Kindersoldaten finden – und Sirleaf schafft es: Sie gibt einer Krisenregion die Zuversicht zurück.
Ellen Johnson Sirleafs Lebensgeschichte ist geprägt vom Kampf gegen Armut und soziale Ungerechtigkeit. Die Enkelin eines deutschen Großvaters wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf. Mehrfach musste die studierte Wirtschaftswissenschaftlerin ihre westafrikanische Heimat verlassen, weil sie als Finanzministerin Kritik an den bestehenden politischen Verhältnissen geübt hatte. Ihre Lebensgeschichte macht sie zum Symbol der Hoffnung und zum Vorbild eines neuen Afrikas.”
04. Januar 2010
Die Generation der deutschen Soldaten, die den 2. Weltkrieg erlebt, erlitten und überlebt haben, stirbt zunehmend aus. Desto wichtiger sind ihre Lebenserinnerungen. Dieses Buch sei allen empfohlen, die sich für diese Zeit des Grauens interessieren.
Karl Kull
Überlebt
Erinnerungen
Softcover, 178 Seiten
11,95 € / 22.50 CHF
Medu-Verlag 2009, ISBN 978-3-938926-90-1
Aus der Verlagsinformation: ”Bücher über den Krieg gibt es viele und doch ist dieses ein besonderes Buch: Ganz ohne Pathos oder Verklärung, Dramatisierung und Heroismus erinnert ein ganz gewöhnlicher Mensch sich einer außergewöhnlichen Zeit. Detailreich, glaubwürdig und anschaulich schildert er Szenen, Menschen und Orte und zeichnet in hellen und dunklen Farben das Panorama eines Jahrzehnts. Vom Tage der Zwangsverpflichtung zum Arbeitsdienst in Frankreich bis zur Entlassung aus russischer Gefangenschaft wird in der Schilderung von Großem und Kleinem deutsche Geschichte lebendig: im bösartigen Unteroffizier und kumpelhaften Leutnant, bei Besuchen im Café und freundschaftlichen Tänzen, bei brühender Hitze und eisiger Kälte, im russischen Winter am Hungern und Leiden, beim Bangen und Hoffen auf baldigen Frieden. Was bleibt, sind die Erinnerungen – die Schlechten wie die Guten – und dass es auf beiden Seiten Böse und Gute gab.”
03. Januar 2010
Neuerscheinung aus dem Verlag des Biographiezentrums, ediert vom Biografieservice Claudia Cremer.
Was macht eine junge Frau in all ihrem Leid, ihrer Enttäuschung und mit ihren quälenden Gedanken? Agnes Nußbaum schreibt. Aber kein Tagebuch und auch keine Briefe an eine fiktive Freundin, sondern einen ganzen Roman. Zwei Blöcke voll, sauber, ordentlich und engzeilig. Mit dem Vermerk: Nach dem Leben geschrieben.
Agnes Nußbaum
Glaube fest an ein Wiedersehen
Lebenserinnerungen
Ediert von Claudia Cremer
Verlag des Biographiezentrums, 2010
Über dieses Buch: November 1945. Agnes Nußbaum ist 26 Jahre alt, hat den Krieg überlebt, ist mit ihrer Mutter in die kleine Wohnung in Oberhausen-Sterkrade zurückgekehrt, hungert und arbeitet unermüdlich. Sie ist Schneiderin, näht Tag und Nacht. Seelisch hat sie einiges zu verarbeiten: Ihr kleiner Junge ist einen Monat nach der Geburt gestorben, ihr Bruder Willi noch in den letzten Tagen des Krieges gefallen und ihr Mann Karl gilt als vermisst. Dann erfährt Agnes zu allem Überfluss, dass Karl sie belogen hat – schon vor der Hochzeit. Eine Welt bricht für sie zusammen.
Agnes liefert in ihrem autobiografischen Roman die Geschichte von Carola, einer einfachen jungen Frau, die inmitten all der Zerstörung, des Irrsinns und der Hoffnungslosigkeit versucht, sich ein Stück Normalität und Alltag zu bewahren, und die nicht aufgibt, an eine Zukunft und an ihre Liebe zu glauben, auch wenn in den Wirren des Krieges alles dagegen spricht. Die Autorin schrieb mit ihrem Roman ein bewegendes Zeitzeugnis und eine anrührende Liebesgeschichte zugleich.
28. Dezember 2009
Neuerscheinung im Verlag des Biographiezentrums:
Lieselotte Lamp spannt in ihrem Memoiren einen weiten, bunten Bogen vom Hamburg im frühen 20. Jahrhundert bis hinein ins Jahr 2009: Sie beschreibt eindrucksvoll und bewegend die Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges, berichtet in offenen Worten über ihren eigenen Lebensweg – Schule, Ausbildung, Ehe, Kinder und Enkelkinder – und nimmt uns mit in die exotische Welt Tunesiens, die fast ihre zweite Heimat geworden wäre.
Immer verbindet sie beim Blick auf die zurückliegenden neun Jahrzehnte eine detailgetreue Beschreibung des Erlebten mit einer mutigen, humorvollen und oft (selbst-)kritischen Neubewertung. So erwachen beim Lesen ihrer Erinnerungen zeitgeschichtlich bedeutsame Bilder zu neuer Lebendigkeit, gleichzeitig gewährt uns die Autorin jedoch auch einen sensiblen Einblick in ihre ganz persönliche Seelenlandschaft.
28. Dezember 2009
Johannes Hoffrohne hat ein ausserordentlich schönes Kunst- und Lebensbuch im Eigenverlag ediert, das ich jedem ans Herz legen möchte, der sich für engagierte Lebenskunst interessiert.
Johannes Hoffrohne
Mythos Wunsch-Kraft
Vom Suchen nach der “Absoluten Information” und dem Finden der menschlichen Existenz
Eigenverlag 2009
www.wunsch-kraft.de
Aus dem Buch: “Der Traum in den vier bis zwölf REM-Phasen jede Nacht, ja sogar, wie der Wissenschaftler J. Rudou von der Universität Illinois in einer neuen Studie herausfand, auch der Schlaf, verändert menschliches Verhalten. Lassen wir Menschen diese Veränderung zu bzw. steigern wir den Einfluß von Traum und Schlaf, werden sich im Gleichschritt Systeme und der Kapitalismus verändern. Der Lehrer Traum und Schlaf für dieses so nötige Neue vermittelt Bildung und Wissen aus Quellen der Vorurknallzeit, die Sphären der „Absoluten Information“ (Gott), berücksichtigt dabei aber die Bedingungen im derzeitigen Hier und Jetzt.
Die Systeme dieser Welt bestimmen über die Menschen. Leben oder Sterben, Sterben oder Leben, dieses „oder“ ist ein furchteinflößendes Vakuum. Es läßt Tierähnliches, ja Raubtierähnliches aus uns Menschen brechen. Nichtwissen macht Angst – Angst macht aggressiv.
Aggressivität verkürzt die Lebenszeit, benutzt synaptische Verschaltungen aus unseren tierischen Zeiten
Der Tod, das Erdenleben beherrscht immer noch uns Menschen, das ist nicht menschenwürdig. Wir sind fähig, unsere Denksoftware selber zu schreiben. Dieses neue Programm muß das Leben nach dem Tod einschließen, eine Firewall für Kulturen und Systeme aufspielen, die Menschen nur als Produktions- und Verbrauchsmasse sehen. Wir Menschen sollten die Systeme beherrschen, wir müssen unsere Macht erkennen. Um das zu bewerkstelligen, ist aber Wissen nötig. Wissen über „Woher komme ich? Wohin gehe ich? Warum lebe ich?“
Wissen ist die wahre Liebe und nimmt den Mächtigen die Macht
 Über Wissen kommt die Wahrheit, diese Wahrheit macht Menschen zu Beobachtern. Ein Beobachter des Lebens radelt nicht im Käfig. Er weiß, wer den Käfig gebaut hat, er weiß, warum der Käfig gebaut wurde. Über Wissen wird er zum Meister des Lebens. Über Wissen wird er seinen idealen Lebensweg erkennen, Irrwege sehr schnell wieder verlassen.
Selbst ein menschlicher Löwe, ausgebrochen aus dem Käfig des Kapitalismusparks, wird es schwer haben, in der Freiheit zu überleben.
Wir Menschen sind bevorteilt, es gibt Helfer, die den Käfig-Ausbrechern neue Synapsenverbindungen aufzeigen – die Sprache, die Schrift, die Bilder, die Künstler. Das neue Denken wird von Künstlern und Wissenschaftlern geprägt. Wenn die Masse Mensch zur Überzeugung kommt, alles, was sie in ihrem Leben besitzen, benützen, anfangen, ist nur ein Symbol, um Gefühle zu erzeugen, sind sie einem Lebenskünstler sehr nahe. Der Spitzenkünstler führt ein symbolisches Leben. Der Tod ist für ihn ein Symbol für Geburt.
Meine Darlegung der Kunst, dazu die wissenschaftlichen Texte in der Kunst+Texte-Sammlung, wird einen Massenausbruch aus dem Käfig einleiten können.
Trauen Sie sich, gehen Sie das Wagnis ein, gönnen Sie sich die Freude meiner freiheitlichen, mit Information durchdrungenen, fortgeschrittenen Kunst, bestellen Sie jetzt meine neue Dimension des Wissens. Helfen Sie mir, dieses „neue Wissen“ auf eine breite Basis zu stellen.
Weitere Infos finden Sie unter www.wunsch-kraft.de
25. Dezember 2009
Diese Autobiografie von Maxi Angel hat es in sich! Ein schonungsloses Dokument eines gefallen und wiederauferstandenen Engels - authentisch und gerade darin gut geschrieben.
Maxi Angel
Höllentrip
Autobiografie
Softcover, 232 Seiten
11,95 € / 22.50 CHF
ISBN 978-3-938926-87-1
Medu-Verlag 2009
Aus der Verlagsinformation: Einem Schlag ins Gesicht gleich treffen die Worte den Lesenden dieses Berichts – ergreifen, erschüttern, erschrecken, entsetzen und lassen verändert zurück. Erbarmungslos offen spricht die Autorin von sich und ihrem Erlebten, reiht Szene an Szene, Gefühl an Gedanke, legt bloß ihren Höllentrip: Vater straffällig, gewalttätig, alkoholkrank, Mutter überfordert, Familie zerstört; Trennung der Eltern, von einem zum anderen, nirgends zuhause, mit allem allein. Flucht aus der Welt in die Welt der Berauschung, einmal nicht wissen, was ringsum geschieht; trinken um schlafen, vergessen zu können, vom Trinken zum Rauchen, zum Kiffen, zu Speed. Zustand verwahrlost, Pflegefamilie, Rauswurf mit achtzehn, Haltlosigkeit, LSD, Ecstasy, Kokain, Krankenhaus, tagsüber Schule und Arbeit bei Nacht. Selbstmordversuch mit 23, Beratung, Entgiftungsstation, Therapie und fortan mit dem Willen zu leben Schritt für Schritt in das Leben zurück.
21. Dezember 2009
Am 19. Juli 2010 jährt sich der 200. Todestag von Königin Luise. Für alle “Königstreuen” und Geschichtsinteressierte hat der Verlag Das Neue Berlin nun eine schön gestaltete, lesenswerte Biographie ediert.
Renate Hoffmann
Luise
Königin der Preußen
256 S., geb. mit Schutzumschlag, Bildteil, 19.90 €
ISBN 978-3-360-01973-8
Das Neue Berlin, 2009
Aus der Verlagsinformation: Königin Luise (1776-1810) war für ihr ungezwungenes Naturell, ihre Menschenliebe und ihr diplomatisches Geschick bekannt und beliebt.Â
In »Luise« nähert sich die Autorin Renate Hoffmann auch den unbekannteren Seiten der Köngin: So war sie bspw. keine eifrige Schülerin und wurde von den ihr Nahenstehenden »Louise l’etourdie«: die Schusselige, die Fahrige, die Wilde, genannt.
Die große Sympathie und das Verständnis der Autorin für den Menschen Luise, macht diese Biografie zu einer Besonderen unter Vielen: In der Ich-Form erzählt Renate Hoffmann aus dem Leben der jungen Königin, geschickt verwoben mit Zitaten aus den zahlreichen Briefwechseln und Tagebucheinträgen der Königin.
So entsteht ein umfassendes, authentisches Porträt von »Preußens Sissi« und das einzigartige Bild einer Mutter, Ehefrau, Regentin und einer Hoffnungsträgerin für Reformer und Volk.
Renate Hoffmann
Autorin von Reiseberichten, Porträts, Rezensionen und Glossen für verschiedene Medien und Feuilletonbände, wurde 1932 geboren. Veröffentlichungen: »Sommervögel«, 2003, »Karussell«, 2007.
21. Dezember 2009
Für alle Morrissey-Fans die Bibel, auch in autobiographischer Hinsicht!
Len Brown
Im Gespräch mit Morrissey
Hardcover mit Schutzumschlag, 422 Seiten
EUR 29.90 / sFr. 49,90
ISBN 978-3-85445-311-6
Aus der Verlagsinformation: Mit seinen kontroversen Texten und provokanten öffentlichen Äußerungen sorgt die Ikone des Brit-Pop - Morrissey - immer wieder für Diskussionen. Der überzeugte Vegetarier ist begeisterter Anhänger von Oscar Wilde, Dauer-Kritiker von Tony Blair und des englischen Königshauses - und er lebt dabei in einem selbstgewählten Zölibat.
Bekannt wurde Morrissey vor allem als Sänger der Band „The Smiths“. Nach dem Ende der Band startete Morrissey eine erfolgreiche Solokarriere. Seine provokanten und zynischen Texte drehen sich um Themen wie Außenseitertum, Tierrechte, mehrdeutige Sexualität und unerwiderte Liebe. Len Brown hat mit Morrissey zahlreiche Interviews geführt, die häufig kein Ende fanden und in denen Morrissey Einblicke gewährte in seine Motive und Beweggründe, die er sonst verschlossen hält. Zahlreiche Fotos runden dieses bemerkenswerte Buch über Morrissey ab.
18. Dezember 2009
Für mich ist es eine große Freude, wenn Teilnehmer unseres Kompaktkurses “Mit dem Schreiben von Biographien professionell Geld verdienen” nach dem Workshop erfolgreich arbeiten und als Ghostwriter die Lebensgeschichte andere Menschen als Buch oder Film realisieren.
 Gestern bekam ich mit der Post ein neues, schön gestaltetes Hardcover von Dr. Elke Jahnke zugeschickt - die 196-seitige, mit zahlreichen Fotos illustrierte Lebensgeschichte von Gunther Eheim.
Aus der Buchinformation: “Ohne Mut und Zuversicht geht es nicht“, sagt der schwäbische Unternehmer Gunther Eheim. Dass der aus einfachen Verhältnissen stammende Selfmade-Millionär beides besitzt, hat der 90-Jährige in seinem bewegten Leben immer wieder bewiesen.
Nach einer Lehre als Maschinenschlosser beginnt Gunther Eheim ein Ingenieursstudium. Da ihn die Fliegerei schon immer fasziniert hat, will er vor allem eines: Flugzeuge bauen. Doch es kommt anders. Der Zweite Weltkrieg bricht aus. Als Fernaufklärer und als Kampfgeschwaderflieger übersteht er manch lebensgefährlichen Einsatz, bevor er als Testpilot zu den Arado Flugzeugwerken wechselt.
In der harten Nachkriegszeit wagt er den Sprung in die Selbständigkeit und gründet einen Betrieb für Elektrospielwaren. Ein Trolleybus für Modelleisenbahn-Anlagen wird sein erster Verkaufsschlager. Später wechselt er in die Aquaristik und schafft mit einem innovativen Filtersystem den unternehmerischen Durchbruch. Zusätzlich gründet er seine eigene Fluggesellschaft.
Die Fliegerei bleibt Gunther Eheims größte Leidenschaft. Mit seinen Privatmaschinen erkundet er die Welt. Europa, Afrika, Amerika, Asien – er überfliegt den Atlantik, landet auf Wüstenpisten und erlebt in den entlegendsten Winkeln der Erde manches Abenteuer.
Bodenständig, offen und humorvoll blickt Gunther Eheim auf sein ereignisreiches Leben zurück. „Ich habe oft Glück gehabt“, sagt er bescheiden. Doch wer seine Lebensgeschichte liest, merkt bald, dass neben Glück auch harte Arbeit, Ausdauer und Ideenreichtum die Schlüssel zum Erfolg waren.
Kontakt zu Dr. Elke Jahnke: www.lebenslinien-web.de
14. Dezember 2009
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