Posts gespeichert unter 'Autobiographisches Schreiben'
Immer mehr ältere Menschen möchten in Schreibgruppen, aber auch in der Einzelarbeit (Besuchsdienste) ihre Lebensgeschichte erzählen und aufschreiben, bedürfen jedoch der Hilfe. Deshalb habe ich für die Haupt- und vor allem ehrenamtlichen Mitarbeitern in Altenheimen, Seniorenbüros und anderen karitativen Einrichtungen die Grundlagen des biographischen Schreibens in drei 48-seitigen Arbeitsheften niedergelegt, die sofort einsetzbar sind und die Einzel- sowie die Gruppenarbeit didaktisch strukturieren - von der ersten Seite an drei nützliche Mitmachhefte für die biographische Arbeit!
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Erzähl- und Schreibkurs Biographie:
Heft 1: Kindheit und Jugend  ISBN 978-3-940210-37-1Â
Heft 2: Eine Familie gründen ISBN 978-3-940210-43-2 (lieferbar Sept. 2010)
Heft 3: Die reifen Jahre            ISBN 978-3-940210-44-9 (lieferbar Dez. 2010)
Die Hefte kosten einzeln im Buchhandel EUR 12,80.
Alle drei Hefte zusammen bekommen Sie ab Januar 2011 beim Verlag des Biographiezentrums zum
Sonderpreis EUR 29,90.
Bitte bestellen Sie hier.
25. Mai 2010
Den Artikel habe ich erstmals am 12. Februar 2009 geschrieben - daher die älteren Kommentare. Weil er immer noch aktuell ist, stelle ich ihn mal wieder nach vorne.
Wer schreibt Biografien? Memoiren? Lebenserinnerungen? Und warum? Was sind das für Leute: Fussballer, Domina, Beamte, Verbrecher, Politiker….? Was bewegt sie? Und was bewegt Sie, Ihre Autobiografie aufzuschreiben?
Ich suche Autoren, mit denen ich über ihre Lebensgeschichte sprechen kann. Coole, witzige, tragische, erfolgreiche Erinnerungen… Manche Werke möchte ich in diesem Blog besprechen und vorstellen - natürlich immer im Einverständnis mit Ihnen! Sie profitieren von unserem Dialog, weil ich Ihnen helfen kann, Ihre Biografie in noch bessere Form zu bringen, und ich gewinne, wenn Sie meinen Schreibkurs besuchen.
Also, bitte melden Sie sich! Ich freue mich auf Sie.
10. November 2009
Gestern erhielt ich ein lobendes Feedback zu meinem Schreibkurs - von der Biographin Silvia Dammer, die den 100-Wochen-Kurs ihrer Mutter geschenkt hat. Hier ihre Mail, die gleichzeitig eine Frage an alle Biographen enthält. Was sind Eure Erfahrungen dazu?
Lieber Andreas,
momentan ist meine Mutter noch in der Geschichten-Sammelphase und sie füllt akribisch ihre Karteikarten aus. Es macht ihr Freude, mit deinem Material zu arbeiten. Ein-, zweimal war sie ein wenig ungeduldig und wollte schon den nächsten Lehrbrief haben. Im Großen und Ganzen allerdings findet sie (sie ist 74) die Arbeitsportionen ausreichend. Das Schöne an dem gemeinsamen Projekt: Wir haben lange nicht mehr so intensiv miteinander gesprochen.
Übrigens habe ich ein anderes Problem, was wir unter den Kollegen vielleicht mal zur Diskussion stellen könnten:
Eine Lebensgeschichte sollte lebendig und auch sinnlich erzählt werden.
Wie verhält man sich als Biograph, wenn der Klient absolut auf seinen Formulierungen beharrt, die statisch udn gekünstelt im Stil eines Lageberichtes daherkommen?
Ich habe gerade so einen Fall und bin geneigt, auszusteigen. Der Klient hat den Text selbst geschrieben: im schönsten Bürokratendeutsch, kein Satz unter 50 Worten, Adverbialkontruktionen en gros (Der mit Fernglas das Gebäude schon lange beobachtende, mit einem Kradmantel bekleidete Soldat lag längs der am Hang liegenden Landstraße zwischen T. und L ca. 20 m jenseits des Busches, der das Gebäude verdeckte, und vernahm das Flupp-Flupp der Granatwerfer, bevor er tödlich getroffen wurde.
Ich habe das Material mindestens einmal wütend in die Ecke geworfen.
Alle meine Lektoratsvorschläge führen nur dahin, dass der Klient sich im Text nicht mehr erkennt und auf seinen Formulierungen besteht.
Hinzu kommt noch ein großer Altersunterschied zwischen mir und dem Klienten und die Tatsache, dass er ein Mann ist, immer der Befehlsgeber war und keinen Widerspruch gewohnt ist. (”Ich habe 50 Jahre lang sehr gute Berichte geschrieben, die immer gelobt wurden. Sollen sich so viele Leute geirrt haben?” - Kunststück: Wer kritisiert schon seinen Chef?) Mir bleibt nur, den Text zu korrigieren, aber es wird nie ein lesbares Buch daraus werden. Mein Auftrag - und ich sehe ihn immer noch so - bestand aber darin, aus dem Text ein lesbares Manuskript zu machen, das Grundlage für eine lebendige Autobiographie ist.
Wie würdet Ihr euch in diesem Fall verhalten?
Liebe Grüße
Silvia
www.biografischer-dienst.de
02. Mai 2009
Vor kurzem warf mir ein Kollege aus der Szene der “professionellen Berufsbiografen” vor, den Lexikon-Artikel über mich in Wikipedia selbst reingestellt zu haben. Das stimmt. Jeder kann sich dort lexikalisch verewigen… sofern er mit seinem Werk eine öffentliche Relevanz nachweist! Das ist bei mir der Fall.
Das Kontrollgremium von Wikipedia ist durchaus streng. Wer als Autor einen Artikel über sich selbst reinsetzen möchte, muss ihn zuerst in der Diskussion auf Substanz prüfen lassen. Zudem muss er in seiner Publikationsliste mindestens drei Bücher nachweisen, die in einem renommierten Verlag erschienen sind - Selbstverlags- und PoD-Publikationen zählen nicht dazu. Nun, Bücher von mir sind seit 1987 u.a. in den Verlagen C. H. Beck, Dumont, Benedikt Taschen und Ullstein erschienen, die Gesamtauflage liegt bei mehr als 200.000 verkauften Exemplaren. Von meinem Erfolgstitel “Was ist Liebe…?” erschien 1996 eine koreanische Lizenzausgabe.
Der zweite Vorwurf des Kollegen war, ich habe in dem Wikipedia-Artikel zum Gattungsbegriff der “Biografie” den Link zur Deutschen biografischen Gesellschaft löschen lassen. Auch das stimmt. Ich habe dem Kontrollgremium von Wikipedia die Löschung des Links empfohlen. Das Gremium erkannte nach Prüfung keine Relevanz der Homepage für die Öffentlichkeit und löschte daher den Link. Gleichzeitig ließ ich von dem zuständigen Wikipdia-Redakteur die Selbstdarstellung des Links zum Biographiezentrum präzisieren. Wer sich mit hohem Anspruch in die Öffentlichkeit begibt, wie mein Kollege von der DbG, muss ihn auch erfüllen und sich dem Leistungsvergleich stellen. Also schauen Sie sich ruhig einmal die Webpräsenzen der beiden Vereinigungen an.
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Nachtrag vom 16. August 2010 zu diesem durchaus auch mit einem Augenzwinkern geschriebenen Artikel vom 10.2.2010: Über Wikipedia habe ich wohl ein paar Punkte aus Unwissenheit falsch oder missverständlich dargestellt (”Kontrollgremium”, “Wikipedia-Redakteur”), die dann von einem Wikipedia-Autor aufgegriffen wurden. Dieser Wikipedia-Autor fühlte sich bemüssigt, erneut eine Löschdiskussion des Artikels “Andreas Mäckler” in die Wege zu leiten, die wohl zu einer der größten und schwärzesten Löschdiskussionen in der deutschen Wikipedia-Historie ausuferte - so schrieb zumindest einer der wenigen mahnenden Wikipedia-Autoren. Die erste, erfolglose Löschdiskussion zu meinem Artikel war 2008. Weitere Infos darüber finden Sie hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:L%C3%B6schkandidaten/10._August_2010#Andreas_M.C3.A4ckler
Nachtrag vom 7. September 2010: Letztlich hat sich der Sturm im Wasserglas gelegt, den mein etwas unglücklich formulierter Artikel provoziert hat. Lesen Sie zur gütlichen Einigung in der Causa Mäckler vs. Wikipedia auch diesen Artikel: http://www.meine-biographie.com/?p=5081#more-5081
10. Februar 2009
Immer wieder - zuletzt gestern nachmittag - werde ich von Kunden und Journalisten danach gefragt, wer der Biografie-Anbieter sei, der mit rund 10-seitigen Verträgen seine Kunden bindet und damit vor dem Landgericht aktenkundig wurde.
Ich hatte darüber in der Federwelt – Zeitschrift für Autorinnen und Autoren, Nr. 65, August/September 2007, S. 14-17 einen längeren Prozessbericht geschrieben, den Sie auch auf der Homepage des Biographiezentrums zum Download finden.
Auftragsbiographien – ein Fass ohne Boden?
Rechtsstreit eines Biographiedienstleisters gegen Kunden endet vor Landgericht mit Vergleich
Eine verkürzte Fassung mit Kommentierung von Ruth Gogoll finden Sie auch bei der Edition El!es.
Da der Anbieter schnell mit Abmahnungen wegen Geschäftsschädigung reagiert, kann ich Ihnen leider nicht den Namen der Firma nennen. Aber ich sage immer, wenn ich gefragt werde: “Raten Sie einfach mal.” Und seltsam: Die Meisten kommen von selbst drauf (was ich weder bestätige noch verneine). Mitglied im Biographiezentrum ist das Unternehmen nicht, das mit solchen Geschäftspraktiken unseren Ehrenkodex nicht erfüllt.
04. Februar 2009