Die Kindheit ist in jeder Biografie eine prägende Phase, doch welche Vorstellungen haben sich dazu tradiert?

Aus der Verlagsinformation: In ihrer Einführung in die Kindheitsgeschichte bietet Martina Winkler einen systematischen Überblick zu den faszinierenden Fragen und Perspektiven der historischen Kindheitsforschung. Inspiriert von verschiedenen Disziplinen wie der Literaturwissenschaft, der Soziologie und der Erziehungswissenschaft, analysiert die Kindheitsgeschichte historische Veränderungen dessen, wie Kindheit gedacht, gelebt, geregelt und dargestellt wurde. Sie nimmt damit die historischen Wurzeln aktueller Erziehungsideale und Kindheitsbilder in den Blick, fragt aber auch nach grundlegenden Brüchen und beschreibt oft Vorstellungen, die heutigen Selbstverständlichkeiten fundamental widersprechen. Die häufig zitierte Annahme, Kindheit sei eine Erfindung der Moderne, während Kinder im Mittelalter schlicht »kleine Erwachsene« waren, erweist sich dabei nicht als falsch, aber doch als zu wenig differenziert. Kindheit ist ein soziales und kulturelles Konstrukt, abhängig von sozialen Notwendigkeiten, politischen Ideologien und moralischen Werten. Als ein solches Konstrukt bildet Kindheit ein grundlegendes Element zur Strukturierung von Gesellschaften und einen spannenden, faszinierenden Spiegel für das Verständnis heutiger wie vergangener sozialer Ordnungen. Die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Kindheit gehört zu den intellektuell – und nicht selten auch emotional – herausforderndsten Bereichen aktueller Forschung.Das Buch bietet Studierenden, Forschern und der interessierten Öffentlichkeit eine Einführung in Thematik, Fragestellungen und Forschungskontroversen und eröffnet so Perspektiven für die selbständige Arbeit am Thema.

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