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Justus Geiß (1882-1965): Lebenserinnerungen (5)

18.02.2009|Kategorien: Lebenserinnerung: Justus Geiß|Tags: |

Die Erbohrung einer Heilquelle in Bergzabern
Die Jahre 1926-1929
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In Ingenheim hatten wir eine Zweigstelle eingerichtet, die ich des Öfteren selbst offen hielt. Veranlasst durch ein Gespräch mit Ingenheimer Geschäftsleuten bei einem Abendschoppen, erstrebte ich eine Postomnibusverbindung von Bergzabern-Ingenheim-Landau und zurück, wobei Ökonomierat Walter die Unterschrift hergab. Heller Aufruhr der Bergzaberner Geschäftswelt. Die Bahn erhob Einspruch. Weiter erstrebten wir ein drittes Autopaar nach Schweigen und zurück. Man fürchtete, dass dadurch die Bevölkerung von Bergzabern und Umgebung noch schneller in die Großstädte kämen. Die Autobuslinie Bergzabern-Ingenheim wurde auch wieder eingestellt, weil sie zu dieser Zeit kein Mensch benützte. Und heute? 12 Autopaare laufen auf der Strecke Landau und zurück und ebenso Schweigen und zurück; und die Bergzaberner Kaufleute sind noch nicht verhungert. Weiterlesen

Justus Geiß (1882-1965): Lebenserinnerungen (6)

17.02.2009|Kategorien: Lebenserinnerung: Justus Geiß|Tags: , |

Aus anderer Leute Haut Riemen schneiden
Die Jahre 1930-1938

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Am 4. Dezember 1929 vormittags Besprechung zwischen Bürgermeister Popp einerseits und Lorch und Geiß anderseits.
Der Bürgermeister teilte mit, dass er einen Brief von Herrn Regierungsdirektor Stähler erhalten habe, der ihn nach Speyer rufe; um was sich dabei handelte, wisse er nicht.

Justus Geiß (1882-1965): Lebenserinnerungen (7)

16.02.2009|Kategorien: Lebenserinnerung: Justus Geiß|Tags: , , |

Bergzabern in Flammen
Die Kriegsjahre 1939-1945
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Bei Ausbruch des Krieges sollte unser Abmarsch über den Rhein am 3. September erfolgen.
Aber am Sonntagnachmittag, den 3. September, gerieten in und bei Rechtenbach/Oberotterbach Soldaten auf Minen. Man sprach von über 40 Toten und Verwundeten. Man musste darum mit der Evakuierung sofort beginnen. An männlichem Personal waren noch bei uns vorhanden: Karch, Grünauer, Klein, Wendel und Volk. Männlein und Weiblein forderten von mir, den sofortigen Abmarsch zu genehmigen. Als ich Karch herbeiholen wollte, ergab sich, dass er mit seiner Familie schon verduftet war. Weiterlesen

Justus Geiß (1882-1965): Lebenserinnerungen (letzte Folge)

15.02.2009|Kategorien: Lebenserinnerung: Justus Geiß|Tags: |

Besatzungsmächte in Bergzabern
Die Jahre 1945-1949
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Am 25. März wurde ich zur Kommandantur der Amerikaner (ich glaube, es war das Haus Puder) befohlen, um ihre Verordnung entgegenzunehmen. Als ich das Zimmer betrat, setzte sich der Offizier auf den Tisch, langte nach einem Papierstoß und warf mir einfach die Verordnung entgegen, so dass ich sie auffangen musste. Morgenthau-Vorschrift! In der Verordnung war bestimmt, dass die Sparkasse vorerst geschlossen gehalten werden sollte. Wir hatten ein Büro im Hause Schimper aufgemacht und hielten es offen.
Franzosen lösten bald die Amerikaner ab und neue Verordnungen waren zu holen. Diesmal wurde ich zu einem französischen Kapitän namens Samuel, also ein Jude, geführt, der mich wiederum zum Kommandanten Metzger brachte. Man bot mir einen Stuhl an, und die erste Frage des Kommandanten war: »Sie haben doch die Sparkasse geschlossen?« Weiterlesen

Bikertagebuch: Mit dem Motorrad auf den Sinai

03.02.2009|Kategorien: Neu auf dem Buchmarkt 2009 (1), Verlag des Biographiezentrums|Tags: , , , , , , , |

Neuerscheinung im Verlag des Biographiezentrums:

Eine unvergessliche Reise ins Ungewisse, die tiefe Eindrücke hinterlasssen hat, nennt Wilfried Strübbe, Biker aus Lotte in Westfalen, die 7.500 km lange Tour, die ihn und seinen Bikerfreund von der Haustür durch 10 Länder auf die Sinaihalbinsel geführt hat. Sein Bikertagebuch beschreibt den Alltag der Tour, ihre täglichen Routinen ebenso wie die unvergesslichen Erlebnisse von Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft, die ein einzigartiges Willkommen ausdrücken. Weiterlesen