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Ich suche Menschen, die ihre Biografie schreiben

08.08.2011|Kategorien: Aus meinem Arbeitstagebuch, Autobiographisches Schreiben, Biographie schreiben lassen, Menschen und Biographien|Tags: , , , , , , , , , , , , , |

Den Artikel habe ich erstmals am 12. Februar 2009 geschrieben und am 10. November 2009 aktualisiert – daher die älteren Kommentare. Weil er immer noch aktuell ist, stelle ich ihn mal wieder nach vorne.

Biographische Textwerkstatt

03.01.2010|Kategorien: Eigene Biographie schreiben, Workshops|Tags: , |

16. bis 18. April 2010: Teilnehmer des biographischen Online-Schreibkurses www.meine-biographie.com treffen sich im Biographiezentrum, um in der Gruppe an ihren Lebensgeschichten weiter zu arbeiten und einzelne Themen der 101 Lehrbriefe zu vertiefen. Nahezu spielerisch erlernen sie kreative Schreibtechniken, die Spaß machen und bei der biographischen Spurensuche unterstützen: Erinnerungsübungen, Phantasie-Reisen, herausragende Ereignisse schildern, Wortschatz- und Assoziationsübungen. Gäste sind willkommen! Weiterlesen

Nicht nur ein Weihnachtsgeschenk: Verschenken Sie den Schreibkurs mit einem Gutschein!

15.12.2009|Kategorien: Eigene Biographie schreiben|Tags: , |

Ich bin glücklich: Immer mehr Leserinnen und Leser meines Biographieblogs nehmen nicht nur mit Kommentaren an den Themen meiner Artikel teil, sondern buchen auch den Schreibkurs. Gestern fragte ein Kunde, ob es einen Gutschein für den Schreibkurs gibt. Ein Gutschein sei doch ein schönes Weihnachtsgeschenk…

Besucher im Oktober 2009

02.11.2009|Kategorien: Besucherstatistik des Blogs|Tags: , , |

Eine schöne Entwicklung, die mich glücklich stimmt: Immer mehr Menschen lesen täglich diesen Biographie-Blog.

Lob meines großen Biographiekurses

04.10.2009|Kategorien: Teilnehmerstimmen zu den Schreibkursen|Tags: , , |

Ermutigende Mail von der Kollegin Frauke Vangierdegom, www.ihrlebenswerk.de, vom 30. September 2009:

“Ihre Lehrbriefe sind sehr gut aufgebaut und sehr hilfreich für meine Arbeit.”

Vielen Dank für das Lob, das mich anspornt, täglich noch besser zu werden!

Teilnehmer-Feedback von Doris Kuebler

26.07.2009|Kategorien: Teilnehmerstimmen zu den Schreibkursen|Tags: , |

Eben erreichte mich folgende Mail von Doris Lange-Kuebler, deren Lebensgeschichte eines Erbetrugs ich in diesem Blog bereits vorgestellt habe. Auch wenn sie bereits ein biographisches Werk geschrieben hatte, nahm sie gern an meinem Schreibkurs teil. Jetzt muss sie aus gesundheitlichen Gründen leider aussteigen. Schade, im Laufe der gemeinsamen Arbeit sind wir immer mehr zusammen gewachsen.

Teilnehmerstimme zum großen Biographiekurs

23.03.2009|Kategorien: Teilnehmerstimmen zu den Schreibkursen|Tags: |

Nach wenigen Wochen erste lobende Worte zu diesem Schreibkurs für Ihre Lebensgeschichte.

Autobiographie schreiben, um nicht vergessen zu werden

22.02.2009|Kategorien: Aus meinem Arbeitstagebuch, Menschen und Biographien|Tags: , , , , , , , , , , , , , |

Am Sonntag, den 22. Februar 2009, las ich anlässlich einer Jubiläumsveranstaltung in Bad Bergzabern (bei Karlsruhe) aus den Memoiren meines Großvaters Justus Geiß (1882-1965), ein Mann, den Sie vermutlich nicht kennen. Doch in dem schönen Kurort hat er Bedeutung. Er ließ vor 80 Jahren – zunächst unter dem Gelächter der Stadtverwaltung – auf eigenes Risiko die Petronella-Heilquelle erbohren. Ein Weg von seinem Wohnhaus in den Kurpark ist später nach ihm benannt worden. 1957 erhielt er das Bundesverdienstkreuz. Weiterlesen

Fake it till you make it?

17.02.2009|Kategorien: Teilnehmerstimmen zu den Schreibkursen|Tags: , , , , , , , , , , , , |

Ich wäre nicht der erste Anbieter biografischer Dienstleistungen, der seine lobenden Kundenstimmen selbst geschrieben hätte (“Das sagen unsere Kunden”). Gerade noch vor kurzem hat einer der Kollegen im Umfeld der “professionellen Berufsbiografen” die begeisterten Kundenstimmen in der gleichen Geschwindigkeit selbst geschrieben, wie sein Angebot online ging und dementsprechend nur einen Besucher – ihn selbst -, aber noch keine Kunden haben konnte, die den Service testen, geschweige denn zu loben vermochten. Weiterlesen

Doris Lange Biographie: Erbbetrug (Teil 1)

14.02.2009|Kategorien: Lebenserinnerung: Doris Lange|Tags: , , , , , , , , , , , |

Hiermit eröffne ich die Reihe Biographien in Fortsetzung mit dem neuen Buch von Doris Lange, das rechtzeitig zu Weihnachten 2008 als Privatdruck im Verlag des Biographiezentrums ediert wurde. Das Buch hat 104 Seiten. Hier lesen Sie die nächsten Tage täglich rund 5-10 Seiten über einen unglaublichen Fall von Erbbetrug.

Doris Lange Biographie: Erbbetrug (Teil 2)

13.02.2009|Kategorien: Lebenserinnerung: Doris Lange|Tags: , , , , , , , , , , , |

Als Dora von einer neugierigen jungen Kollegin, mit der sie sich für eine Spielzeit lang die Theatergarderobe teilte und die abends zuvor beobachtet hatte, wie der noch „toll aussehende ältere Herr“ sie mit dem Auto abholte, ungeniert gefragt wurde, ob sich zwischen ihnen denn noch was abspiele, musste sie deren Frage amüsiert verneinen. Sowohl er als sie hatten in ihrem Leben schmerzliche und prägende Erfahrungen gemacht, die sie beide auf Distanz bleiben ließen. Wenn man sich früher und unter anderen Umständen kennen gelernt hätte, wäre es bestimmt eine der glücklichsten Verbindungen geworden. Nun vergoldeten sich diese jung gebliebenen Alten lediglich gegenseitig ihren Lebensherbst und genossen ihre harmonische Zweisamkeit, in der niemals Langeweile aufkam. Manchmal las er ihr einen interessanten Artikel vor, der ihm bei seiner morgendlichen Lektüre der Tageszeitung besonders aufgefallen war, und sie tauschten eingehend ihre Ansichten darüber aus, obgleich die Meinungen manchmal ganz unterschiedlich ausfielen. Weiterlesen

Doris Lange Biographie: Erbbetrug (Teil 3)

12.02.2009|Kategorien: Lebenserinnerung: Doris Lange|Tags: , , , , , , , , , , , |

Fünfunddreißig Jahre nach ihrer ersten Begegnung war für Dora dieser schicksalsvolle Tag gekommen, an dem sie den schmerzlichen Verlust des langjährigen geliebten Freundes Hellmut zu beklagen hatte. Da ihr über Monate schon wieder im Theater eine kleine Gastrolle übertragen worden war, kam sie einen ganzen Tag lang nicht dazu, ihn aufzusuchen. Es waren nämlich täglich Proben angesagt, manchmal sogar zwei, und dazu fanden abends die Vorstellungen statt. Hellmut zeigte für solche Dinge jedes Mal größtes Verständnis und meinte dann halb amüsiert und auch ein bisschen erleichtert, brauchte er doch an dem Tag keine Krawatte zu binden oder noch mal das Oberhemd zu wechseln: „Du kannst dein Publikum doch nicht enttäuschen, mach dir bitte deswegen nicht Sorgen. Ich bin ja kein kleines Kind, das einen Tag nicht mal alleine und ohne dich fertig wird. Also dann mach deine Sache wieder gut, Schätzchen, und Toi-toi-toi! Bis bald also!“ Und das sagte er so gelassen und heiter, wie es seiner Natur entsprach. Es war an einem Dienstag gewesen, als sie sich zuletzt sahen. Weiterlesen

Doris Lange Biographie: Erbbetrug (Teil 4)

11.02.2009|Kategorien: Lebenserinnerung: Doris Lange|Tags: , , , , , , , , , , , |

„Dorchen“, hatte Hellmut mehrfach gesagt, „wenn du die Papiere mal erbst, dann brauchst du dir keine Sorgen mehr um deine Zukunft zu machen, dann bist du eine Millionärin! Dann machst du eben alleine all die Weltreisen mit der „Queen Elisabeth“ oder einem anderen Luxusschiff, wozu ich mich einfach nicht mehr aufraffen kann. Wenn ich daran denke, vom Schiff auf schwankende Boote umzusteigen, das wäre zu halsbrecherisch für mich. Erinnerst du dich noch an den letzten Film der Reederei im Hotel Excelsior? Der war zwar eine ansprechende und überzeugende Einladung zu einer offensichtlichen Traumreise, aber für mich zu abenteuerlich, denn ich bin kein Artist. Ich habe die 90 überschritten, vergiss das bitte nicht. Das wirst du alles später als Millionärin ganz genüsslich alleine nachholen. Du wirst es erleben.“ Weiterlesen

Wieder lieferbar: Lutz von Werder’s Klassiker des Tagebuchschreibens

11.02.2009|Kategorien: A-Z: Top of the Blog, Biographie schreiben, Biographisches Schreiben, Neu auf dem Buchmarkt 2009 (1), Therapeutische Biographiearbeit|Tags: , , , , , , , , , , , , , , |

Lutz von Werders Ratgeber zum kreativen und biographischen Schreiben sind immer eine große Freude zu lesen, und ein Gewinn für alle, die sich selbst und ihre Persönlichkeit weiterentwickeln möchten.

Im Juli 2008 ist eines seiner Standardwerke – gemeinsam verfasst mit Barbara Schulte-Steinicke, Dozentin für akademisches Schreiben an der Berliner Alice Salomon Fachhochschule – wieder ediert worden. Ich möchte es Ihnen ans Herz legen:

Doris Lange Biographie: Erbbetrug (Teil 5)

10.02.2009|Kategorien: Lebenserinnerung: Doris Lange|Tags: , , , , , , , , , , , |

Äußerlich ruhig, doch innerlich aufgewühlt, verabschiedete sich Dora von ihrer Erbnichte. So hatte sie das nicht geplant. „Aber, was habe ich denn erwartet?“, sagte sie zu sich selbst, als sie im Bus saß, um nach Hause zu fahren. Und dann war sie sogar ein wenig stolz auf sich, denn immerhin hatte sie sich endlich dazu durchgerungen, etwas zu unternehmen, sich zu wehren. Jedenfalls war der erste Schritt dazu getan, und das empfand sie als befriedigend. Jetzt gab es kein Zurück mehr, und vielleicht würden die beiden Banditen ja nun doch noch einlenken. Schließlich würde eine Klage viel Staub aufwirbeln, und das war das Letzte, was eine so geltungssüchtige Frau wie Annelie sich leisten konnte. Als nächstes musste sie sich also einen Anwalt suchen, damit dieses Luderchen das Ganze nicht für ein Strohfeuer hielt. Sie fand im Telefonbuch auch bald einen in ihrer Nähe und dachte nur: Eigenartig, in den allgemeinen Krimis und Filmen verfügt jeder Mensch gleich über „seinen“ Anwalt, bloß ich muss erst einmal Ausschau nach einem Rechtsanwalt halten. Etwas weltfremd scheine ich wohl tatsächlich zu sein. Aber wer rechnet schon mit so viel geballter Kriminalität?! Weiterlesen

Wikipedia und die lexikalische Unsterblichkeit

10.02.2009|Kategorien: Aus meinem Arbeitstagebuch, Autobiographisches Schreiben, Biographie schreiben lassen, Wikipedia / Casus Mäckler|Tags: , , , , , , , , , , , , , |

Vor kurzem warf mir ein Kollege aus der Szene der “professionellen Berufsbiografen” vor, den Lexikon-Artikel über mich in Wikipedia selbst reingestellt zu haben. Das stimmt. Jeder kann sich dort lexikalisch verewigen… sofern er mit seinem Werk eine öffentliche Relevanz nachweist! Das ist bei mir der Fall.

Doris Lange Biographie: Erbbetrug (Teil 6)

09.02.2009|Kategorien: Lebenserinnerung: Doris Lange|Tags: , , , , , , , , , , , |

Dann berichtete Dora von den Konten von Frau Edith Martin, der Schwester des Erblassers, für die sie nach dessen Steuererklärungen für Erbschaft und Schenkung auch noch einmal 8.400,- DM Erbschaftssteuern zu zahlen hatte. Und das war so gekommen: Nachdem Herr Häußler etwa zwei Wochen tot war, erhielt Dora von seiner Nichte unter anderem zwölf Sparbücher ausgehändigt, die sich in Onkel Hellmuts Schubladen befanden. Darunter war jedoch eines – und das muss der allzu beschäftigten Nichte in der Aufregung wohl entgangen sein – das lautete auf den Namen Edith Martin. Als Dora dieses bei der Bank vorlegte, hieß es, dass sie nur die Erbin Herrn Häußlers sei. Für das Konto seiner Schwester besäße aber eine andere Dame die Vollmacht, worauf Dora vollendete: „Ja, ich weiß, Annelie Schlamm!“ Darauf beendete die Bankangestellte das Gespräch, weil sie darüber nicht sprechen dürfe. Zur Rede gestellt, sagte Annelie bloß: „Zerreiß das Buch doch mit dem lächerlichen Sparbetrag von 135,- DM. Es mag sich zwar wirklich etwas geringfügig angehört haben angesichts der hier und da auftauchenden enormen Summen, aber Dora legte ein Jahr darauf noch einmal dieses Sparbuch bei der Deutschen Bank vor und versicherte, dass Frau Martin wirklich bereits sieben Jahren tot sei. Daraufhin wollte man der Sache einmal nachgehen und händigte Dora den kleinen Betrag auch aus, denn sie war inzwischen selber eine gute und glaubhafte Bankkundin, nachdem sie Hellmuts restliches Schweizer Guthaben gleich auf ihr Konto hier in Berlin hatte überweisen lassen. Zwar musste sie neben den Erbschaftssteuern alleine ein Drittel des überschriebenen Schweizer Guthabens an Schenkungssteuern dem Finanzamt überlassen, aber sie schlief aufgrund eines guten Gewissens bedeutend besser als ihr uneinsichtiger Hellmut es je getan hatte – vorerst jedenfalls. Weiterlesen

Gefängnisbiographie als Roman

09.02.2009|Kategorien: Aus meinem Arbeitstagebuch, Biographie schreiben, Therapeutische Biographiearbeit|Tags: , , , , , , , , , , , |

Mein Blog ist jetzt 14 Tage online, und schon kam gestern die erste Arbeitsanfrage: Eine Knastbiographie sollte im Auftrag eines Verlags publikationsreif gemacht, also nicht nur korrigiert, sondern auch gekürzt und umgeschrieben – in Spannung gebracht werden. Die Mängel des Manuskripts fielen sofort ins Auge. Sie sind typisch für Anfängerfehler, deshalb schreibe ich Ihnen kurz etwas darüber. Wesentlich mehr über die Kunst des guten Schreibens lernen Sie selbstverständlich in meinem Kurs. Für den Buchmarkt zu schreiben können Sie lernen – wie jedes andere Handwerk allerdings nicht von heute auf morgen. Weiterlesen

Doris Lange Biographie: Erbbetrug (Teil 7)

08.02.2009|Kategorien: Lebenserinnerung: Doris Lange|Tags: , , , , , , , , , , , |

Der noble schwarze Bechstein-Flügel wurde von Doras telefonisch informiertem geliebten Theater, auf dessen Bühne sie über Jahre hindurch so eine amüsante und beglückende Zeit erlebt hatte, hocherfreut als Geschenk der vermeintlichen Millionärin entgegen genommen und sofort abgeholt. Nachdem man für das Renovieren und Stimmen des Instruments sowie das Neuvergolden der Saiten einige tausend Mark hatte ausgeben müssen, ziert dieses zu neuem Glanz gelangte Prunkstück nun das Foyer des renommierten Theaters und ist eine Augenweide und ein Ohrenschmaus für jedermann. Bei ihren gelegentlichen Besuchen in dem vertrauten Hause streichelt Dora manchmal, wenn sie sich unbeobachtet glaubt, dieses mit so netten Erinnerungen behaftete Instrument, auf dem ihr Hellmut auch schon hin und wieder mal neben den Noten seine Kaffeetasse abstellte, was Dora fast wie eine Entweihung empfand und woran sie sich all die Jahre nie gewöhnen konnte. Schnell wurde dann von ihr nebenan der Kaffeetisch gedeckt und der enthusiastische Pianist, der sich in letzter Zeit ganz gerne mal unterbrechen ließ und sich eine Pause gönnte, herüber gebeten. – In ihren beschränkten Zweizimmerwohnungen fanden leider weder Dora noch Annelie seinerzeit Platz für den dekorativen gigantischen Flügel. Dora besaß bereits zu dem Zeitpunkt ihr für hellhörige Mietwohnungen besser geeignetes tonklangregulierbares Digital-Piano, das sie sich erst im Rentneralter angeschafft hatte und an das sie gewöhnt war. Hätte sie jedoch geahnt, dass ihr die unersättliche Nichte absolut gar nichts von dem vorhandenen Vermögen übrig zu lassen beabsichtigte, würde sie doch versucht haben, das wertvolle Stück irgendwann mal zu verkaufen. Ihr Theaterdirektor, der sich im Namen des Theaters für das „hochherzige Geschenk“ schriftlich sehr nett und anerkennend bedankte, erzählte Dora in einem ruhigen Moment beiläufig, dass das renovierte Instrument gut und gerne wieder seine 100.000,- DM und mehr wert sei. Allerdings hätten die vorgenommenen Schönheitsreparaturen eine Kleinigkeit gekostet. „Doch jetzt ist der eindrucksvolle Bechstein-Flügel wirklich wieder wie neu!“, hatte er ihr glücklich strahlend versichert. Weiterlesen

Doris Lange Biographie: Erbbetrug (Teil 8)

07.02.2009|Kategorien: Lebenserinnerung: Doris Lange|Tags: , , , , , , , , , , , |

E p i l o g

Seit Jahren schon schickte Dora kurz vor Weihnachten ihrer Widersacherin Annelie anlässlich des Jahreswechsels immer ein paar Grüße in der Hoffnung, dass diese ihren begangenen Diebstahl inzwischen längst bereute, und um an ihren Anstand zu appellieren, denn dass sie durch und durch schlecht und kriminell sei, mochte sie immer noch nicht glauben. Schließlich stammte sie aus einer soliden und grundehrlichen Familie. – Die alte Dora vergegenwärtigte sich jedes Mal der Situation damals am 26. März 1998, als sie ihren Hellmut wieder mit frisch gebackenem Kuchen überraschen wollte, er aber nicht öffnete, so dass sie seine „hilfsbereite“ Nichte wegen des Zweitschlüssels anrief. Weiterlesen

Testament und Autobiographie

06.02.2009|Kategorien: Aus meinem Leben, Biographische Meditationen|Tags: , , , , , , , , , , , , , , , |

Haben Sie Ihr Testament schon geschrieben? Ich habe mir damit 50 Jahre lang Zeit genommen und sie immer wieder verdrängt, diese Vorstellung, was passieren soll, wenn man gestorben ist. Haben Sie es gerade bemerkt, diese indifferente Formulierung “man”, mit der “man” sich so gerne aus der Konkretion schleicht? Richtig muss es heißen: “Wenn ich gestorben bin”, denn dieser Tod ist meiner! Nicht “man” stirbt, sondern ich sterbe bzw. bin schon gestorben, wenn meine Familie das Testament liest. Das muss ich mir vorstellen, während ich jetzt meinen letzten Willen formuliere: Ich bin gestorben und meine Frau, meine Kinder und engen Freude sitzen mit verweinten Augen im Wohnzimmer und lesen meine Verfügung, z.B. dies: Weiterlesen

Biografischer Roman über das PTBS

03.02.2009|Kategorien: Aus meinem Arbeitstagebuch, Menschen und Biographien, Therapeutische Biographiearbeit|Tags: , , , , , , , , , , , , , |

Was ist ein posttraumatisches Belastungssyndrom (PTBS)? Das wusste ich auch nicht, bevor ich von der tschechischen Autorin Eva Lexa-Lexova als Lektor für dieses 1160-seitige Buch (ja: 1160 Seiten!) engagiert worden bin, das jetzt zunächst als E-Book bei Ciando.de veröffentlicht worden ist.

Bücherliste: Fragen zur Selbstbefragung

02.02.2009|Kategorien: Biographie schreiben|Tags: , , , , , , , , , , , , , , |

Fragen öffnen Erinnerungsräume. Für viele sind sie Grundlage der biographischen Arbeit, um sich selbst und anderen auf die Spur zu kommen. Manche Fragenkataloge in dieser kleinen Bücherliste sind trivial und genügsam, andere subtil und tricky – suchen Sie sich das aus, was Sie weiterbringt.

Hier eine kleine Auswahl aktueller Bücher, alphabetisch geordnet und verlinkt mit Amazon, so dass Sie sich informieren können:

Sind Tiere nicht biographiewürdig?

02.02.2009|Kategorien: Verlag des Biographiezentrums|Tags: , , , , , , , , , , , , |

Manche Kollegen in der Biographen-Szene rümpfen die Nase über Tierbiographien, als seien Tiere minderwertige Geschöpfe, deren Lebenslauf und Schicksal keine Aufzeichnung verdiene. Für viele Menschen sind Tiere jedoch die besseren Freunde und Wegbegleiter. Wer von uns hat nicht die Lassie- und Flipper-Filme mit Tränen der Rührung genossen? Mädchen vor allem lieben Pferdebücher. Immer verflechten sich auf wundersame Weise die Lebensläufe der Tiere von der Wiege bis zum Grab mit denen von Herrchen und Frauchen: eine faszinierende, hoch emotionale Verbindung, deren biographische Würdigung oft als letzter Liebesdienst des Zweibeiners an seinem (zumeist) vierbeinigen Freund gilt. Schade nur, dass Tiere keine Biographie über Menschen schreiben. Dafür ist die Welt der Fabeln umso reicher. Weiterlesen