Arte zeigt am Sonntag, 21. Juli um 11:45 Uhr (Wiederholung am Samstag, 27.07. um 6:20 Uhr) eine sehenswerte Filmbiographie. Über ein Jahr lebt die iranische Rechtsanwältin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi nun schon im Exil. Nach den Ausschreitungen und Protesten um die Präsidentschaftswahl im Iran 2009 verließ sie ihr Land. Seitdem reist Ebadi rastlos um den Globus, um von der Situation in ihrem Land zu berichten.

Aus der Senderinformation: „Fünf Menschen wurden hingerichtet, und 18 weitere haben bereits ihre Todesurteile erhalten. Ich habe eine Frage: Die Todesstrafe ist in allen europäischen Staaten verboten. Warum sind Europa und die EU indifferent gegenüber diesen politisch motivierten Hinrichtungen im Iran?“ Die Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi nimmt kein Blatt vor den Mund. Überall, wo sie auftritt, kämpft sie für die Freiheit ihrer Landsleute. Kamerateams und Journalisten reißen sich um die wortgewandte, sachlich argumentierende Anwältin.

Zwischen all den Interviews findet Shirin Ebadi noch Zeit, ihre Freundin Parastou Forouhar zu treffen. Die Eltern der in Deutschland lebenden Künstlerin, prominente Regimekritiker, fielen Ende der 90er Jahre den brutalen „Kettenmorden“ des iranischen Geheimdienstes zum Opfer. Die beiden Frauen erinnern sich, wie sie nach langen Kämpfen endlich Einsicht in die Akten erhielten – und die Todesliste fanden. Dort stand: „Die nächste ist Shirin Ebadi“.

Bis heute lässt sich Shirin Ebadi auch von solchen Drohungen nicht einschüchtern. Die Dokumentation von Ilona Kalmbach und Sabine Jainski begleitet die energische Anwältin und Menschenrechtsaktivistin auf ihrer rastlosen Reise rund um die Welt. Sie lebt seit den Protesten gegen die Präsidentschaftswahl im Juni 2009 im Exil in London. Hier erzählt Shirin Ebadi ihre Geschichte.

Geboren 1947 in einer Mittelschichtsfamilie, wird das begabte Mädchen von ihren Eltern früh gefördert. Shirin Ebadi studiert Jura und absolviert in kürzester Zeit eine glänzende Karriere. Sie wird die jüngste Gerichtspräsidentin im Iran. Ihr Wunschtraum: Justizministerin zu werden. Doch dann kommt die Islamische Revolution – und das Berufsverbot für Richterinnen. Das Leben einer Frau ist fortan nur noch halb so viel wert wie das Leben eines Mannes.

Mitten in Krieg und Revolution bekommt Shirin Ebadi zwei Töchter. Sie gründet einen Verein zum Schutz der Kinder und beginnt ihre inoffizielle Arbeit für die Rechte von Frauen und Kindern. Für ihren Einsatz erhält sie den Friedensnobelpreis, den Shirin Ebadi als erste Muslimin und Iranerin im Dezember 2003 entgegennimmt.

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