Gnädiger Gott, ich danke Dir! Heute Nachmittag wurde die Löschdiskussion zum Artikel „Andreas Mäckler“ bei Wikipedia aufgehoben. Lesen Sie zur Vorgeschichte des Albtraums mit Happy End bitte hier, damit ich mich nicht wiederholen muss.

In der Wikipedia-Öffentlichkeit einer Löschdiskussion mit groben Beleidigungen und falschen Tatsachenbehauptungen diffamiert zu werden, ist kein Vergnügen. Einer der wenigen besonnenen Wikipedia-Autoren hatte dazu am 16. August resümiert:

“Diese LD (Anm. Löschdiskussion) und der Umgang mit der hinter dem Artikel stehenden Person ist eine Schande für die Wikipedia, vielleicht sogar eines ihrer schwärzesten Kapitel. Wie hier selbstgefällig und sarkastisch, sogar darüber hinausgehend hämisch und teilweise bar jeden Anstands gegen einen Autor gehetzt wird und er grundlos der Lächerlichkeit preisgegeben und beleidigt wird, nur weil es aus der Anonymität des Internets und einem mglw. empfundenen Überlegenheitsgefühl möglich ist, ist in der Tat ohnegleichen. Hexenprozesse im Mittelalter kommen mir da in den Sinn. Einige Benutzer, die sich hier gegenseitig mit ihren Kommentaren gepusht haben, sollten in einigen Tagen noch einmal mit Abstand ihre Beiträge lesen und sich ihres Verhaltens hier schämen. –Paulae 10:05, 16. Aug. 2010 (CEST)”

Trotz mancher Schmerzen hatte die Kritik auch Gutes. Mit Hochdruck überarbeitete ich in meiner Autoren-Homepage alle berechtigten Kritikpunkte, auf die mich Wikipedia-Autoren aufmerksam gemacht haben. Und ich recherchierte weitere Fakten und Referenzen zu einzelnen Büchern.
  
Eitelkeit ist mir oft in der Diskussion vorgeworfen worden, ich sei ein Selbstdarsteller. Beides stimmt, wenn es um meine Profession als Autor und Publizist geht. Ich achte auf die Qualität meiner Arbeit, egal, ob ich ein wissenschaftliches Buch verfasst oder Kurzkrimis für die Yellow Press geschrieben habe. In unseren Weiterbildungskursen für Autoren und Auftragsbiographen ist Marketing – Kundengewinnung und Publikation biographischer Leistungen – eines meiner Schwerpunktangebote. Seid mutig! Traut Euch! Geht auf die Menschen zu, predige ich unseren Teilnehmern – neben dem unverzichtbaren Handwerkszeug. Stellt Euch und Eure Leistungen korrekt, aber in attraktivem Licht dar. Ein Autor, der für die Öffentlichkeit schreiben will und keine Öffentlichkeit erreicht, hat ein Problem, das er lösen muss! Soetwas ist oft nicht einfach, und vielleicht gibt es deshalb so viele Möchtegerns, Großschwätzer und frustrierte Gestalten in der schreibenden Szene.

Auf der anderen Seite, und das möchte ich gern das Wunder von Wikipedia nennen, gibt es in dieser gigantischen Online-Enzyklopädie auch hervorragende Kräfte, kluge, sachlich-konstruktive Autoren, die engagiert und professionell arbeiten und Qualitäten liefern, vor denen ich allergrößte Achtung und Respekt habe.

Einer dieser guten Geister bei Wikipedia hat sich meines umstrittenen Artikels angenommen, der in der Grundlage tatsächlich kaum wikipedia-gerecht geschrieben war, aber (in meinen Augen) genug Fakten enthielt, um die Relevanz-Hürde zu nehmen und damit eine Basis zur Weiterarbeit – statt zur Löschung – zu bieten. Okay, das ist der Streitpunkt gewesen, der nun zu meinen Gunsten entschieden worden ist, und das habe ich dem guten Wikipedia-Geist zu danken, der mit viel Recherche und zahlreichen Einzelnachweisen, die ich zum Teil selbst nicht kannte, zusammen mit rund fünf weiteren Autoren einen lexikalisch-biographischen Artikel über „Andreas Mäckler“ geschrieben hat, vor dem ich nur meinen Hut ziehen kann.

Danke, guter Geist von Wikipedia! 😉